Wiener Plätzchen – Butterzart und zum Dahinschmelzen

Wiener Plätzchen – Butterzart und zum Dahinschmelzen

Einleitung

Wiener Plätzchen sind der Inbegriff von zartem, mürben Gebäck, das buchstäblich auf der Zunge zergeht. Diese klassischen Wiener Plätzchen vereinen butterweichen Mürbteig mit fruchtiger Marmeladenfüllung und einer Haube aus feinem Puderzucker – perfekt für alle, die traditionelles Weihnachtsgebäck mit elegantem Charme lieben.

Was diese Plätzchen besonders macht, ist ihre unglaublich zarte Konsistenz durch die Kombination von Mehl und Speisestärke. Der buttrige Teig trifft auf süß-fruchtige Marmelade und ergibt kleine Köstlichkeiten, die bei jeder Kaffeetafel für Begeisterung sorgen. Die dezente Zitronennote verleiht ihnen eine frische, moderne Note.

Die Zubereitung ist kinderleicht und dauert nur etwa eine Stunde inklusive Kühlzeit – perfekt für entspannte Backtage mit der Familie. Du wirst lieben, wie einfach diese Butterplätzchen mit Marmelade gelingen und wie wunderschön sie auf jedem Plätzchenteller aussehen. Lass uns diese österreichische Spezialität backen, die garantiert in Erinnerung bleibt!

Ich backe diese Plätzchen jedes Jahr zu Weihnachten – das Rezept stammt von meiner österreichischen Nachbarin und ist seitdem fester Bestandteil unserer Weihnachtstradition.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

  • Unglaublich zart – Durch Speisestärke im Teig zergehen die Plätzchen förmlich auf der Zunge
  • Einfach und gelingsicher – Auch Backanfänger schaffen diese eleganten Plätzchen problemlos
  • Vielseitig füllbar – Von Himbeer- über Aprikosen- bis Brombeermarmelade – alles schmeckt fantastisch
  • Lange haltbar – In der Dose bleiben sie bis zu 3 Wochen frisch und aromatisch

Zutaten, die du brauchst

Hauptzutaten für den Teig:

  • 250 g weiche Butter – Zimmerwarm – Die Grundlage für butterweiche Zartheit
  • 100 g Puderzucker – Fein gemahlen – Macht den Teig besonders mürbe
  • 1 Päckchen Vanillezucker – 8 g – Verleiht süßes Vanillearoma
  • 2 Eigelb – Größe M – Machen den Teig geschmeidig und goldgelb
  • 1 Prise Salz – Hebt die süßen Aromen hervor
  • 300 g Mehl – Type 405 – Die Basis für stabilen Mürbteig
  • 100 g Speisestärke – Das Geheimnis für die zarte Konsistenz
  • Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone – Gibt frische, zitronige Note

Für die Füllung und Dekoration:

  • 200 g Himbeermarmelade – Oder Aprikosenmarmelade – Sorgt für fruchtigen Kontrast
  • 100 g Puderzucker – Zum Bestäuben – Für die elegante weiße Haube

Ersatzmöglichkeiten:

  • Anstelle von Eigelb: 1 ganzes Ei (Teig wird etwas fester, aber genauso lecker)
  • Anstelle von Speisestärke: Maisstärke oder zusätzliches Mehl (dann wird der Teig etwas weniger zart)
  • Anstelle von Himbeermarmelade: Johannisbeer-, Erdbeer- oder Aprikosenmarmelade
  • Anstelle von Zitronenschale: Orangenschale für fruchtigere Note

Profi-Tipp:

Die Butter sollte weich sein, aber nicht geschmolzen – ideal ist Zimmertemperatur. So lässt sich der Teig perfekt verarbeiten und die Plätzchen werden schön mürbe. Die Speisestärke ist das Geheimnis für die “Zergeh-auf-der-Zunge”-Konsistenz!

So machst du die Wiener Plätzchen

Bevor du startest:

  • Butter 30 Minuten vor Beginn aus dem Kühlschrank nehmen
  • Backbleche mit Backpapier auslegen
  • Ausstecher bereitlegen (1x rund ca. 5 cm, 1x klein für Mitte)
  • Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  1. Schritt 1: Teig zubereitenGib die weiche Butter in eine große Rührschüssel und schlage sie mit dem Handrührgerät 2 Minuten schaumig. Füge Puderzucker und Vanillezucker hinzu und rühre weitere 2 Minuten, bis die Masse cremig-hell ist. Gib die Eigelbe einzeln dazu und rühre sie gut unter.Tipp: Die Butter-Zucker-Mischung sollte luftig und fast weiß werden – das ist die Basis für zarte Plätzchen.
  2. Schritt 2: Trockene Zutaten einarbeitenReibe die Zitronenschale fein ab und gib sie zur Buttermasse. Füge Salz hinzu. Vermische Mehl und Speisestärke in einer separaten Schüssel. Siebe die Mehlmischung portionsweise über die Buttermasse und verknete alles mit den Knethaken oder von Hand zu einem glatten Teig.Achte auf: Der Teig sollte geschmeidig sein, aber nicht kleben. Falls er zu weich ist, gib noch 1–2 EL Mehl hinzu.
  3. Schritt 3: Teig kühlenForme den Teig zu einer flachen Scheibe, wickle ihn in Frischhaltefolie und stelle ihn mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Das Kühlen macht den Teig fester und leichter zu verarbeiten.Du erkennst, dass er fertig ist, wenn: Der Teig fest ist, aber sich noch ausrollen lässt ohne zu brechen.
  4. Schritt 4: Ausrollen und ausstechenBestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Rolle den gekühlten Teig auf etwa 3–4 mm Dicke aus – nicht zu dünn, sonst brechen die Plätzchen. Steche mit einem runden Ausstecher (ca. 5 cm Durchmesser) Kreise aus. Von der Hälfte der Kreise stichst du mit einem kleinen Ausstecher (Stern, Herz oder Kreis, ca. 1,5 cm) die Mitte aus.Tipp: Tauche die Ausstecher zwischendurch in Mehl, damit der Teig nicht kleben bleibt. Verarbeite Teigreste zügig weiter, damit sie nicht zu warm werden.
  5. Schritt 5: BackenLege die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche. Backe sie im vorgeheizten Ofen bei 180°C für 10–12 Minuten, bis die Ränder leicht goldgelb sind. Die Plätzchen sollten nicht zu dunkel werden, sonst verlieren sie ihre Zartheit.Achte auf: Die Plätzchen sind fertig, wenn sie an den Rändern ganz leicht Farbe bekommen. Sie härten beim Abkühlen noch nach.
  6. Schritt 6: Füllen und zusammensetzenLass die Plätzchen vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen. Erwärme die Marmelade kurz in einem Topf oder der Mikrowelle, damit sie streichfähig wird. Streiche einen kleinen Klecks Marmelade auf die ganzen Plätzchen (die ohne Loch). Bestäube die ausgestochenen Plätzchen (mit Loch) großzügig mit Puderzucker und setze sie als Deckel auf die Marmeladenseite.Tipp: Verwende ein feines Sieb zum Bestäuben – so wird der Puderzucker gleichmäßig verteilt und sieht professionell aus.

Perfekte Ergebnisse Checkliste:

  • Plätzchen sind gleichmäßig goldgelb, nicht zu dunkel
  • Teig ist butterzart und zergeht auf der Zunge
  • Marmelade quillt leicht heraus, aber nicht zu viel
  • Puderzucker bildet eine schöne weiße Haube

Experten-Tipps & Tricks

Profi-Geheimnisse:

  • Speisestärke = Zartheit: Die Kombination aus Mehl und Speisestärke sorgt für die typische mürbe Konsistenz – nicht weglassen!
  • Marmeladen-Trick: Passiere die Marmelade durch ein Sieb, um Fruchtstückchen zu entfernen – so lässt sie sich besser streichen und sieht eleganter aus
  • Puderzucker-Timing: Bestäube die Deckel erst kurz vor dem Aufsetzen, nicht im Voraus – sonst zieht der Zucker Feuchtigkeit und wird klebrig

Probier diese Variationen:

  • Nuss-Variante: Ersetze 50 g Mehl durch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln für nussigen Geschmack
  • Schoko-Twist: Tauche die fertig gefüllten Plätzchen zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre
  • Gewürz-Version: Füge ½ TL Zimt oder eine Prise Kardamom zum Teig hinzu für weihnachtliche Note
  • Bunte Füllung: Verwende verschiedene Marmeladen-Sorten für farbliche Vielfalt auf dem Plätzchenteller

Serviervorschlag:

Arrangiere die Wiener Plätzchen auf einer mehrstöckigen Etagere, abwechselnd mit anderem Gebäck. In kleinen Papierförmchen serviert wirken sie besonders edel. Dazu passt eine Tasse Wiener Melange (Kaffee mit Milchschaum), schwarzer Tee oder heißer Apfelsaft perfekt.

Häufig gestellte Fragen

Warum werden meine Wiener Plätzchen hart statt zart?

Das liegt meist daran, dass der Teig zu lange geknetet oder zu heiß gebacken wurde. Knete den Teig nur so lange, bis er zusammenhält, und backe bei maximal 180°C. Zu viel Mehl beim Ausrollen kann ebenfalls die Zartheit beeinträchtigen.

Wie lange sind die Plätzchen haltbar?

In einer luftdichten Blechdose, getrennt durch Backpapier-Lagen, bleiben sie 2–3 Wochen frisch. Wichtig: Erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben, wenn sie länger gelagert werden sollen – sonst zieht der Zucker Feuchtigkeit.

Kann ich den Teig auch einfrieren?

Ja! Der rohe Teig lässt sich eingefroren bis zu 3 Monate aufbewahren. Vor dem Verarbeiten im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Auch fertig gebackene, ungefüllte Plätzchen können eingefroren werden.

Welche Marmelade eignet sich am besten?

Klassisch sind Himbeer- oder Aprikosenmarmelade. Wichtig ist, dass die Marmelade nicht zu flüssig ist – sonst läuft sie beim Zusammensetzen heraus. Konfitüre mit höherem Fruchtanteil funktioniert perfekt.

Kann ich das Rezept auch ohne Eigelb machen?

Ja, ersetze die 2 Eigelb durch 1 ganzes Ei. Der Teig wird minimal weniger mürbe, aber immer noch sehr lecker. Alternativ funktionieren auch 2 EL Sahne als Ersatz.

Abschließende Gedanken

Diese Wiener Plätzchen beweisen, dass einfache Zutaten zu außergewöhnlichem Gebäck werden können. Mit butterweichem Mürbteig, fruchtiger Marmelade und eleganter Puderzucker-Optik erhältst du jedes Mal kleine Kunstwerke, die nicht nur fantastisch schmecken, sondern auch wunderschön aussehen.

Das Beste an diesen klassischen Wiener Plätzchen ist ihre Vielseitigkeit – perfekt für die Weihnachtsbäckerei, Geburtstagskaffees oder als liebevolles Geschenk. Mit nur 65 Minuten Gesamtzeit zauberst du etwa 30 zarte Plätzchen, die garantiert nicht lange halten werden.

Die Zubereitung ist so einfach, dass auch Kinder mithelfen können beim Ausstechen und Zusammensetzen. Wiener Plätzchen sind mehr als nur Gebäck – sie sind eine Einladung zum gemeinsamen Genießen und Verweilen bei einer schönen Tasse Kaffee.

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Wiener Plätzchen – Butterzart und zum Dahinschmelzen rezept

Wiener Plätzchen – Die zergehen auf der Zunge

  • Butterzarte Mürbteig-Plätzchen mit fruchtiger Marmeladenfüllung und Puderzucker. Ein österreichischer Klassiker, der auf der Zunge zergeht.
  • Total Time: 65
  • Yield: ca. 30 Plätzchen

Ingredients

Scale

Für den Teig:

  • 250 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
  • 2 Eigelb (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Mehl (Type 405)
  • 100 g Speisestärke
  • Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone

Für Füllung und Dekoration:

  • 200 g Himbeermarmelade (oder Aprikosenmarmelade)
  • 100 g Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Weiche Butter 2 Minuten schaumig schlagen. Puderzucker und Vanillezucker hinzufügen, weitere 2 Minuten rühren. Eigelbe einzeln unterrühren.
  2. Zitronenschale und Salz zur Buttermasse geben. Mehl und Speisestärke mischen, portionsweise unterkneten bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Teig zu flacher Scheibe formen, in Folie wickeln und mindestens 30 Minuten kühlen.
  4. Arbeitsfläche leicht bemehlen. Teig 3–4 mm dick ausrollen. Mit rundem Ausstecher (ca. 5 cm) Kreise ausstechen. Von der Hälfte mit kleinem Ausstecher die Mitte ausstechen.
  5. Plätzchen auf mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 10–12 Minuten backen, bis sie leicht goldgelb sind. Vollständig auskühlen lassen.
  6. Marmelade kurz erwärmen. Auf die ganzen Plätzchen (ohne Loch) streichen. Ausgestochene Plätzchen mit Puderzucker bestäuben und als Deckel aufsetzen.

Notes

Notizen:

  • Speisestärke nicht weglassen – sie macht die Plätzchen besonders zart
  • Teig nicht zu lange kneten, sonst wird er zäh
  • Puderzucker erst kurz vor dem Servieren aufstreuen bei längerer Lagerung
  • Roher Teig einfrierbar bis 3 Monate
  • In luftdichter Dose 2–3 Wochen haltbar
  • Author: Alice
  • Prep Time: 20
  • Cook Time: 12
  • Category: Dessert
  • Method: Backen
  • Cuisine: Österreichisch

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 95
  • Fat: 5
  • Carbohydrates: 11
  • Protein: 1