Cremiger Blumenkohl-Curry aus dem Backofen – Wenn Gemüse zur Hauptsache wird
Unpopular opinion: Die meisten Leute machen Blumenkohl komplett falsch. Sie kochen ihn zu Tode, bis er matschig ist und nach nichts schmeckt. Dann wundern sie sich, warum niemand Blumenkohl mag. Ich mache es anders. Mein cremiger Blumenkohl-Curry aus dem Backofen hat mir gezeigt, dass Blumenkohl richtig zubereitet ein absolutes Highlight sein kann – kein trauriges Beilagengemüse, sondern ein vollwertiges Hauptgericht, das sogar meine fleischliebenden Freunde begeistert.
Als Kind habe ich Blumenkohl gehasst. Bei meiner Oma gab es den immer gekocht mit weißer Soße – und ehrlich gesagt, das hat nach nichts geschmeckt außer nach Pappe. Damals dachte ich: “Okay, Blumenkohl ist nichts für mich.” Heute, Jahrzehnte später, ist dieser Blumenkohl-Curry aus dem Backofen eines meiner Lieblingsgerichte. Die cremige Kokosmilch, die intensiven Gewürze und der geröstete Blumenkohl – das ist eine Kombination, die einfach funktioniert. Und das Beste? Es ist so einfach, dass ich es sogar unter der Woche nach der Arbeit mache.
Warum ich dieses Curry-Rezept liebe
Ich bin ja nicht der Typ für komplizierte Rezepte mit tausend Zutaten. Wenn ich abends um 18 Uhr nach Hause komme und Hunger habe, will ich nicht zwei Stunden in der Küche stehen. Dieser cremige Blumenkohl-Curry aus dem Backofen ist genau das Richtige für solche Tage. Ich werfe alles in eine Auflaufform, schiebe sie in den Ofen und habe dann 30 Minuten Zeit, um mich zu entspannen oder die Wäsche zu machen.
Was mich an diesem Gericht wirklich überzeugt, ist die Konsistenz. Der Blumenkohl wird im Ofen leicht karamellisiert und bekommt diese nussigen Röstaromen, die man beim Kochen nie hinbekommt. Die Kokosmilch macht das Curry richtig cremig, und die Gewürze – ach, die Gewürze! Ich nehme immer ordentlich Currypulver, Kreuzkümmel und Kurkuma. Die ganze Wohnung riecht dann nach Indien, und meine Nachbarn fragen mich ständig, was ich da koche.
Ich habe diesen Blumenkohl-Curry aus dem Backofen auch schon für Gäste gemacht. Meine Schwägerin ist Vegetarierin und immer skeptisch, wenn ich für sie koche. Aber als sie das Curry probiert hat, meinte sie: “Alice, das ist besser als in so manchem Restaurant!” Seitdem mache ich es bei jedem Familienessen. Selbst mein Mann, der normalerweise nach Fleisch verlangt, ist zufrieden mit einer großen Portion Curry und Reis. Das muss was heißen.


Was ich für meinen Blumenkohl-Curry verwende
Ich kaufe meinen Blumenkohl am liebsten frisch vom Wochenmarkt oder beim Rewe. Wichtig ist, dass er schön fest ist und keine braunen Flecken hat. Wenn der Blumenkohl schon etwas älter aussieht, lass ihn lieber stehen – das schmeckt man am Ende raus. Meistens nehme ich einen großen Kopf, der dann für vier Portionen reicht. Beim Schneiden entferne ich die dicken Stiele, weil die länger zum Garen brauchen.
Die Kokosmilch ist das Herzstück dieses Gerichts. Ich schwöre auf die von Alnatura oder Real Thai – die sind schön cremig und nicht zu wässrig. Bitte nicht die Light-Version nehmen! Die macht das Curry dünn und geschmacklos. Ich nehme immer zwei Dosen, weil ich es mag, wenn viel Soße dabei ist. Die kann man dann auch super mit Reis oder Naan-Brot auftunken.
Bei den Gewürzen bin ich nicht geizig. Currypulver ist die Basis – ich nehme das scharfe von Ankerkraut, weil das einfach intensiver schmeckt. Kreuzkümmel und Koriander gebe ich auch noch dazu. Die habe ich immer in meinem Gewürzregal stehen. Knoblauch ist ein Muss – ich nehme mindestens vier Zehen, weil ich Knoblauch liebe. Mein Mann findet das manchmal etwas viel, aber er überlebt es.
Zutaten für 4 Portionen:
Für das Curry:
- 1 großer Blumenkohl (ca. 800 g)
- 2 Dosen Kokosmilch (à 400 ml)
- 3 EL Currypulver (scharf oder mild, je nach Geschmack)
- 1 rote Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Koriander (gemahlen)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL Olivenöl
Optional:
- Frischer Koriander zum Garnieren
- Geröstete Cashewkerne
- Limettenspalten
So bereite ich meinen Blumenkohl-Curry zu
Also, ich fange immer damit an, den Ofen vorzuheizen. Bei mir auf 180°C Ober-/Unterhitze. Das ist wichtig, damit der Blumenkohl schön röstet und nicht nur vor sich hin dampft. In der Zwischenzeit bereite ich den Blumenkohl vor. Ich schneide ihn in mundgerechte Röschen – nicht zu klein, weil sie sonst zu schnell verbrennen, aber auch nicht zu groß, damit sie gleichmäßig garen.
Schritt 1: Blumenkohl vorbereiten
Den Blumenkohl wasche ich gründlich unter kaltem Wasser. Beim ersten Mal habe ich das übersprungen und hatte dann Sand in meinem Curry – nicht so toll. Jetzt bin ich da penibel. Nachdem ich ihn in Röschen geschnitten habe, tupfe ich ihn mit Küchenpapier trocken. Das hilft beim Rösten, weil zu viel Feuchtigkeit die Karamellisierung verhindert.
Schritt 2: Zwiebeln und Knoblauch hacken
Die rote Zwiebel schäle ich und schneide sie in feine Würfel. Bei mir landen die meistens auf dem Schneidebrett und dann teilweise auf dem Boden, weil ich beim Schneiden immer so ungeschickt bin. Aber egal. Der Knoblauch wird fein gehackt – ich nehme dafür eine Knoblauchpresse, weil das schneller geht und ich keine Lust auf Knoblauchgeruch an den Händen habe.
Schritt 3: Alles vermischen
Jetzt kommt der beste Teil: Ich schmeiße einfach alles in eine große Auflaufform. Blumenkohlröschen, Zwiebeln, Knoblauch, Kokosmilch und alle Gewürze. Dann verrühre ich das Ganze mit einem großen Löffel, bis alles schön bedeckt ist. Die Kokosmilch sollte die Blumenkohlröschen fast komplett bedecken – das macht das Curry schön cremig.
Schritt 4: Ab in den Ofen
Die Auflaufform schiebe ich in den vorgeheizten Ofen und stelle den Timer auf 25 Minuten. Nach 15 Minuten rühre ich einmal um, damit alles gleichmäßig gart. Beim ersten Mal habe ich das vergessen und hatte dann oben verbrannte und unten rohe Röschen. Lesson learned! Nach 25-30 Minuten sollte der Blumenkohl weich sein, aber noch Biss haben. Ich teste das immer mit einer Gabel.
Schritt 5: Servieren
Wenn das Curry fertig ist, rühre ich nochmal kräftig um. Die Soße sollte jetzt schön cremig und dickflüssig sein. Ich serviere den Blumenkohl-Curry aus dem Backofen meistens mit Basmatireis, aber Naan-Brot oder Quinoa passen auch super. Darüber streue ich frischen Koriander und geröstete Cashewkerne – sieht nicht nur gut aus, schmeckt auch besser.
Was ich beim Kochen gelernt habe
Mein größter Fehler beim ersten Versuch: Ich habe den Blumenkohl nicht trocken getupft. Das Ergebnis war ein wässriges Curry, das nicht so intensiv geschmeckt hat. Seitdem tupfe ich ihn immer ab, bevor er in die Form kommt. Macht echt einen Unterschied.
Ein anderer Tipp von meiner Mutter: Wenn dir das Curry zu flüssig ist, lass die Auflaufform einfach noch fünf Minuten länger im Ofen – ohne Deckel. Die Soße dickt dann ein und wird cremiger. Ich mache das manchmal, wenn ich zu viel Kokosmilch reingekippt habe. Funktioniert immer.
Was ich auch festgestellt habe: Tiefgefrorener Blumenkohl geht auch, aber der muss gut aufgetaut und abgetropft sein. Sonst wird das Curry zu matschig. Ich nehme lieber frischen, weil der einfach besser schmeckt. Und noch was: Wenn du keine Kokosmilch magst, kannst du auch Sahne nehmen. Schmeckt anders, aber immer noch gut. Nur dann nicht mehr vegan.


Mein Fazit zu diesem Curry
Dieser cremige Blumenkohl-Curry aus dem Backofen ist für mich das perfekte Wohlfühlessen. Er ist würzig, cremig und macht richtig satt. Ich koche ihn mindestens zweimal im Monat, und jedes Mal schmeckt er anders, weil ich gerne mit den Gewürzen experimentiere. Mal nehme ich mehr Chili, mal mehr Kurkuma, mal füge ich noch Tomaten hinzu. Es gibt so viele Möglichkeiten!
Wenn du Lust hast, probier den Blumenkohl-Curry aus dem Backofen doch mal aus. Er ist wirklich einfach und beeindruckt trotzdem. Schreib mir in den Kommentaren, wie er dir geschmeckt hat oder welche Gewürze du verwendet hast. Ich bin gespannt auf deine Varianten!
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Cremiger Blumenkohl-Curry aus dem Backofen
- Mein cremiger Blumenkohl-Curry aus dem Backofen ist würzig, einfach und super lecker! Das vegetarische Rezept gelingt immer – perfekt mit Reis.
Ingredients
Zutaten:
- 1 großer Blumenkohl (ca. 800 g)
- 2 Dosen Kokosmilch (à 400 ml)
- 3 EL Currypulver
- 1 rote Zwiebel
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Kurkuma
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Koriander (gemahlen)
- Salz und Pfeffer
- 2 EL Olivenöl
- Frischer Koriander und Cashewkerne zum Garnieren
Instructions
Anleitung:
- Ofen auf 180°C vorheizen.
- Blumenkohl waschen, in Röschen schneiden und trocken tupfen.
- Zwiebel und Knoblauch fein hacken.
- Alle Zutaten in eine große Auflaufform geben und gut vermischen.
- Im Ofen 25-30 Minuten backen, nach 15 Minuten einmal umrühren.
- Mit Reis, Naan-Brot oder Quinoa servieren.
- Mit frischem Koriander und Cashewkernen garnieren.
Notes
Tipps:
- Blumenkohl vor dem Backen gut abtrocken
- Tiefgefrorenen Blumenkohl gut auftauen lassen
- Bei zu viel Flüssigkeit 5 Minuten länger ohne Deckel backen