Vegane Baked Oats mit Himbeeren – Mein Frühstücks-Hack für faule Morgen

Vegane Baked Oats mit Himbeeren – Mein Frühstücks-Hack für faule Morgen

Letzten Sonntag, als ich um 9 Uhr morgens mit einer mega Lust auf was Süßes aufgewacht bin (Samstag war lang, wenn du verstehst…), habe ich diese veganen Baked Oats mit Himbeeren gemacht. Mein Mann stand in der Küchentür und meinte nur: “Riecht das nach Kuchen? Zum Frühstück?” Ja, genau. Und nein, ich schäme mich null dafür.

Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, was Baked Oats überhaupt sind, bis meine Schwester mir letztes Jahr ein Foto davon geschickt hat. Ich dachte erst, das wäre so ein Instagram-Trend, der nach zwei Wochen wieder verschwindet. Aber dann hab ich’s ausprobiert und… naja, seitdem gibt’s das bei mir mindestens zweimal die Woche. Mein Mixer hasst mich mittlerweile wahrscheinlich.

Die veganen Baked Oats sind im Prinzip wie Haferflocken, die beschlossen haben, erwachsen zu werden. Statt in Milch zu schwimmen, werden sie im Ofen gebacken und bekommen diese leicht knusprige Kruste oben, während sie innen noch schön saftig bleiben. Und das Beste? Du fühlst dich nicht wie nach einem Stück Kuchen – sondern eigentlich ziemlich gut, weil das Ganze tatsächlich gesund ist.

Was mir an diesem Rezept so taugt

Ich bin ja eigentlich keine Frühstücks-Person. Also, ich esse schon was, aber ich bin nicht so eine, die morgens um 6 Uhr schon Pancakes backt. Das hier aber? Das krieg sogar ich hin, wenn mein Gehirn noch nicht richtig angesprungen ist.

Was ich mega liebe: Du schmeißt einfach alles in den Mixer. Keine fancy Technik, kein “Eiweiß zu steifem Schnee schlagen” oder sowas. Banane rein, Haferflocken rein, Kakao rein – und 30 Sekunden später hast du einen Teig. Meine Nachbarin Petra (die steht total auf Clean Eating) schwört mittlerweile auch darauf, weil sie sich morgens nicht mehr zwischen gesund und lecker entscheiden muss.

Und dann ist da noch der Punkt, dass die veganen Baked Oats einfach satt machen. Nicht so “oh, in zwei Stunden brauch ich schon wieder was”-satt, sondern richtig. Ich esse das so gegen 9 Uhr und bin locker bis 13 Uhr voll. Das liegt an den Haferflocken – die haben diese Ballaststoffe, die deinen Magen beschäftigt halten. Mein Mann hat das mal probiert und meinte, das wäre wie ein Stein im Bauch. Naja, er übertreibt. Aber es macht definitiv satt.

Was ich auch cool finde: Du kannst die Baked Oats vorbereiten. Also, nicht komplett, aber du kannst alle trockenen Sachen schon abwiegen und in ein Glas packen. Dann musst du morgens nur noch die Banane und die Mandelmilch dazu, ab in den Mixer, und fertig. Bei mir steht so ein Glas jetzt immer im Küchenschrank.

Was ich in meine Baked Oats packe

Okay, bei den Zutaten bin ich ein bisschen speziell. Ich kaufe meine Haferflocken immer bei Rewe – die Bio-Version mit den blauen Punkten auf der Packung. Warum? Keine Ahnung, hab ich mal irgendwann gekauft und jetzt ist das halt meine Marke. Mein Mann sagt, ich könnte auch die billigeren nehmen, aber… nö.

Bei der Banane ist wichtig: Die muss wirklich reif sein. Also nicht “oh, da ist ein brauner Fleck”, sondern richtig braun. Je reifer, desto süßer werden deine veganen Baked Oats. Ich hab das erste Mal eine noch fast grüne Banane genommen, und das Ding war so geschmacklos – totaler Reinfall. Seitdem kaufe ich immer ein paar extra und lasse die auf der Fensterbank liegen, bis sie fast schwarz sind. (Mein Mann findet das eklig, aber hey, das ist Wissenschaft.)

Mandelmilch nehme ich die ungesüßte von Alpro. Die mit Vanille ist mir zu süß – da brauchst du dann gar keinen Ahornsirup mehr. Und wenn du keine Mandelmilch magst oder verträgst, funktioniert auch Hafermilch super. Ich hatte mal keine mehr da und hab dann Kokosmilch genommen… das war interessant. Nicht schlecht, aber du schmeckst halt die Kokosnuss raus. Musst du mögen.

Beim Backkakao – und das ist wichtig – nimm nicht diesen süßen Trinkkakaopulver-Kram. Das ist Backkakao, also der bittere. Ich kaufe den von Dr. Oetker, weil der beim Edeka immer im Angebot ist. Der gibt den Baked Oats diese Schoko-Note, ohne dass es zu süß wird.

Hier ist, was du konkret brauchst:

  • 1 richtig reife Banane (mit braunen Flecken!)
  • 70 g Haferflocken (kernige sind besser als die feinen)
  • 1 EL Backkakao
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2-3 EL Ahornsirup (ich nehme meistens 2,5)
  • 150 ml Mandelmilch, ungesüßt
  • 45 g frische Himbeeren (oder tiefgefroren, ist egal)

So mache ich meine veganen Baked Oats

Also, ich mach das meistens sonntags morgens, wenn ich Zeit habe. Unter der Woche ist mir das manchmal zu viel Aufwand, aber am Wochenende… da ist das mein kleines Ritual.

  1. Zuerst heize ich den Ofen auf 180 Grad vor. Umluft, nicht Ober-/Unterhitze – bei Umluft werden die veganen Baked Oats gleichmäßiger. Das hab ich beim dritten Versuch gelernt, als die Unterseite komplett schwarz war, weil ich Ober-/Unterhitze genommen hatte. (Ich meine, sie waren noch essbar, aber… naja.)
  2. Während der Ofen vorheizt, schäle ich die Banane und breche sie in so 3-4 Stücke – musst du nicht, aber dann wird’s im Mixer einfacher. Dann kommen alle Zutaten außer die Himbeeren in den Mixer. Also: Banane, Haferflocken, Backkakao, Backpulver, Ahornsirup und Mandelmilch. Deckel drauf und für etwa 30 Sekunden auf höchster Stufe mixen.Du hörst, wie die Haferflocken zuerst noch knacken, und dann wird’s leiser, weil alles zu einem glatten Teig wird. Bei mir dauert das meistens eher 20 Sekunden, weil mein Mixer ziemlich stark ist – wenn deiner schwächer ist, lass ihn einfach länger laufen. Die Konsistenz sollte wie ein dicker Pfannkuchenteig sein.
  3. Jetzt nimmst du eine kleine Auflaufform. Ich hab so eine aus Keramik vom Ikea, ungefähr 15×15 cm. Du kannst auch zwei kleine Ramekeinförmchen nehmen – dann hast du halt zwei Portionen. Die Form fette ich mit ein bisschen Kokosöl ein, damit nichts kleben bleibt. (Als ich das vergessen hatte, hing alles fest und ich musste die Form 20 Minuten einweichen lassen. Nicht empfehlenswert.)Gieß die Masse rein und verteil sie gleichmäßig. Dann legst du die Himbeeren obendrauf. Ich drücke die immer ein bisschen an, damit sie beim Backen nicht nur oben rumhüpfen. Manche versinken trotzdem halb im Teig, aber das ist okay – sieht sogar ganz cool aus.
  4. Ab in den Ofen, mittlere Schiene, für 20-25 Minuten. Bei mir sind es meistens 23 Minuten, aber das hängt auch von deinem Ofen ab. Die veganen Baked Oats sind fertig, wenn die Oberfläche fest aussieht und an den Seiten leicht braun wird. Du kannst auch mit dem Finger leicht draufdrücken – wenn es nicht mehr flüssig ist, sondern ein bisschen nachgibt wie ein Kuchen, dann ist es durch.Während die im Ofen sind, riecht die ganze Küche nach Schokolade und Himbeeren. Mein Mann kommt dann meistens aus dem Schlafzimmer und fragt, ob ich heimlich um 9 Uhr morgens Kuchen backe. Ich sage dann immer: “Nein, das ist Frühstück” – er glaubt mir nicht.
  5. Wenn die Zeit um ist, hol die Form aus dem Ofen (Ofenhandschuhe nicht vergessen, ich hab mich da schon öfter verbrannt…) und lass die Baked Oats kurz abkühlen. Also, so 2-3 Minuten. Dann kannst du entscheiden: entweder direkt so essen, oder noch was drauf packen.Ich mach meistens ein bisschen geschmolzene Zartbitterschokolade drüber – einfach 2-3 Stückchen Schokolade in der Mikrowelle für 20 Sekunden schmelzen und dann mit einem Löffel drüberträufeln. Oder du nimmst noch mehr frische Beeren, Nüsse, ein bisschen Joghurt… was auch immer du willst.

Was ich dabei gelernt habe

Das erste Mal, als ich vegane Baked Oats gemacht habe, hatte ich keinen Mixer. Ich hab dann versucht, die Haferflocken mit einer Gabel zu zerdrücken und mit der Banane zu vermischen. Das war… eine schlechte Idee. Es wurde so eine klumpige Masse und am Ende waren noch ganze Haferflocken drin, die beim Kauen dann komisch geknirscht haben. Seitdem: immer Mixer.

Ein anderer Fehler war, dass ich zu viel Ahornsirup genommen habe. Ich dachte, 5 Esslöffel wären eine gute Idee – war es nicht. Das Ganze war so süß, dass ich Zahnschmerzen bekommen habe. Bleib lieber bei 2-3 Esslöffeln, das reicht wirklich. Die Banane macht’s ja auch schon süß.

Was mir meine Nachbarin Petra mal gezeigt hat: Du kannst die Baked Oats auch kalt essen. Also, Reste vom Sonntag im Kühlschrank lagern und dann am Montag morgen kalt mit zum Frühstück nehmen. Ich war skeptisch, aber es schmeckt tatsächlich auch kalt. Nicht so gut wie warm, aber wenn du morgens keine Zeit hast… es geht.

Und noch ein Trick: Wenn du keine frischen Himbeeren hast, funktionieren auch tiefgekühlte. Du musst sie nicht mal auftauen – einfach gefroren drauflegen. Die tauen im Ofen auf und geben dann ihren Saft ab. Sieht am Ende sogar ein bisschen cooler aus, weil alles leicht rosa wird.

Mein Fazit

Also, ich mach diese veganen Baked Oats jetzt seit knapp einem Jahr regelmäßig, und ich bin immer noch nicht müde davon. Das sagt bei mir schon was, weil ich normalerweise nach zwei Wochen keine Lust mehr auf ein Rezept habe.

Was ich besonders mag: Du fühlst dich danach nicht wie nach einem Croissant – also nicht so voll und träge. Du hast Energie, bist satt, und gleichzeitig hattest du was Leckeres. Diese Kombination ist bei Frühstück echt selten.

Und das Coolste: Du kannst das Rezept für vegane Baked Oats so anpassen, wie du willst. Heute Himbeeren, morgen Blaubeeren, übermorgen Schokochips… du wirst nicht gelangweilt. Meine Kollegin macht das mittlerweile mit Erdnussbutter und Banane – hab ich noch nicht probiert, aber sie schwört drauf.

Hast du schon mal Baked Oats gemacht? Oder bist du auch so ein Morgen-Muffel wie ich, der eigentlich nur Kaffee will? Schreib mir gerne in den Kommentaren – ich bin immer auf der Suche nach neuen Frühstücksideen, die nicht zu kompliziert sind.

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Vegane Baked Oats mit Himbeeren

Vegane Baked Oats mit Himbeeren

  •  Vegane Baked Oats mit Himbeeren sind mein Lieblingsfrühstück! Saftig, schokoladig und in 25 Minuten fertig. Mit nur 7 Zutaten – probier’s aus!”

    Ingredients

    Scale

    Zutaten:

    • 1 reife Banane (mit braunen Flecken)
    • 70 g Haferflocken
    • 1 EL Backkakao
    • 1/2 TL Backpulver
    • 23 EL Ahornsirup
    • 150 ml Mandelmilch (ungesüßt)
    • 45 g frische Himbeeren

    Instructions

    Zubereitung:

    1. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen
    2. Alle Zutaten außer Himbeeren in einen Mixer geben und 30 Sekunden mixen
    3. Masse in eine gefettete kleine Auflaufform gießen
    4. Himbeeren darauf verteilen und leicht andrücken
    5. 20-25 Minuten backen, bis die Oberfläche fest ist
    6. Kurz abkühlen lassen und nach Belieben mit Schokolade oder weiteren Früchten toppen

    Notes

    Zubereitungszeit: 5 Minuten
    Backzeit: 20-25 Minuten
    Portionen: 1-2

     

    Tipps:

    • Je reifer die Banane, desto süßer wird’s
    • Tiefkühlhimbeeren funktionieren genauso gut
    • Reste halten sich 2 Tage im Kühlschrank
    • Auch kalt lecker!
    • Author: Eva Fischer